Viele Argumente sprechen gegen den Bau der OU Aldersbach Aidenbach Egglham

Die geplante OU ist ein Etikettenschwindel:

 Bezogen auf die Staatsstraße St 2109, hat sich die Straßenbauverwaltung offenbar schon vor Jahrzehnten zur sog. „Salamitaktik” also dem scheibchenweisen Umbau bzw. Neubau entschieden. Der keineswegs außergewöhnlich verkehrsreiche Straßenzug, welcher bis heute weit überwiegend lokale und regionale Verkehrsbeziehungen bedient, verläuft – entsprechend seiner derzeitigen Netzfunktion – durch die bebauten Gemeindegebiete. Im langjährigen Zusammenwirken zwischen Gemeindeverwaltungen, Straßenbauverwaltung sowie Politik schreitet die Verlegung der St 2109 von ihre gewachsenen Lage innerhalb der Ortschaften, an den Ortschaftsrand bzw. die freie Feldflur voran. Wie überall, landauf und landab, wird hierbei die Argumentation der Verkehrsberuhigung innerhalb der Ortslage, vor dem Hintergrund wachsender Verkehrsbelastungen, verwendet. Während die fachfremde Bewohnerschaft die Hintergründe nicht kennt und die Gemeinden vom neuen Straßenzug sich ebensolches Wachstumspotential und somit finanziellen Gewinn erwarten, kann eine ausgebildete Fachperson unschwer erkennen, dass hier die Vorbereitung eines potenziellen Fernstraßenzugs stattfindet.

Stellungnahme Schutzgemeinschaft Aldersbach e.V. über B.A.U GmbH

Kostenverlagerung zulasten von Kommunen und Anliegern:

Durch die Herabstufung der bisherigen Staatsstraße zur Gemeindestraße entstehen den Kommunen zusätzliche finanzielle Belastungen für Unterhalt, Sanierung und Verkehrssicherung, die bislang vom Freistaat getragen wurden. Diese Kosten können in der Folge ganz oder teilweise auf die Anlieger umgelegt werden.

Deutschland hat bereits eines der dichtesten Straßennetze der Welt …

Was das bedeutet? Das bedeutet: Neubau und Ausbau nach den Vorgaben oft jahrzehntealter Planungen. Das bedeutet: Abgeholzte Wälder, versiegelte Moore und wertvolle Anbauflächen, die der Landwirtschaft entzogen werden. Das bedeutet: Steigende Gefahr von Hochwässern und gehemmte Grundwasserneubildung. Das bedeutet: Immense CO2-Ausschüttungen beim Straßenbau und für eine emissionsintensive Mobilitätsform.

Studien belegen es längst: Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten